“Üble Gewalt, Pornographie, Ballerspiele, Drogen und verlockende Werbung: Das Internet steckt voller Gefahren für die psychische und physische Gesundheit unserer Kinder. “
Als ich das las, war ich schon bedient und bis zu meinem twitterkommentar Bah, wie schlecht ist das denn? war es nicht weit.
Ok, das war pauschal und wenig differenziert ;)
Also versuche ich es mal mit einzelnen Stichpunkten ohne Anspuch auf Vollständigkeit.
Das Internet ist ein Teil der Welt. Und diese ist böse und gut und langweilig und spannend und interessant und … kurz gesagt, genauso bunt wie das Leben um uns herum.
Wir bringen unseren Kindern bei, dass sie nicht mit Fremden mitgehen, dass sie schauen, bevor sie die Straße überqueren. Aber auch dass es viel spannendens zu entdecken gibt. Und dazwischen ist Alltag, mit dem man fertig werden muss …
Sie trainieren ihre Fähigkeiten, mit den Gefahren und Chancen des Lebens umzugehen. Würden wir sie von allem abschotten, hätten sie vielleicht eine nette Kindheit, aber eine langweilige Jugend und wären als junge Erwachsene völlig überfordert.
Kindern Medienkompetenz zu vermitteln ist nicht einfach, weder für Lehrer noch für Eltern. Und auch nicht immer erfolgreich, wie überhaupt die Erziehung und Wissensvermittlung. Aber wegzuschauen und alles auszublenden und zu verbieten erreicht meist nur eins: die Neugier wird geweckt und verstärkt.
Erzieher (Eltern und Lehrer) müssen sich dafür interessieren, was die Kinder mögen. Also auch, was der Reiz an Studivz, Facebook usw. ist. Wie ein Chat funktioniert und was daran so toll ist …
“Schüler kommen so erst gar nicht in Versuchung, sich über die neuesten Handys, Musikgruppen oder Sportereignisse zu informieren, mit Mitschülern in Chats Mitteilungen auszutauschen oder Pornographie herunterzuladen.”
Oder sich gar über Politik zu informieren?
Infos über Fußballergebnisse mit Pornographie in einen Topf zu werfen, ist ja nun ganz schwach und man merkt die Absicht. Man soll zeitig an einen medialen Babysitter gewöhnt werden, statt selbst zu denken.
Durch Verunsicherung werden die Eltern daran gewöhnt, Filtern zu vertrauen statt sich selbst schlau zu machen.
to be continued
PS:
Dass im normalen Unterricht der Zugriff auf Seiten wie twitter, facebook, studivz, youtube etc. ausgeschlossen wird, halte ich für durchaus legitim. Die Arbeit / der Unterricht sollen ja nicht durch Ablenkungen behindert werden. Fernsehen und Bücher/Zeitung lesen sind ja auch nicht erlaubt, wenn es nicht gerade zum Thema gehört.
Einfach nur peinlich. Und solche wie Ihr wollt(et) für mich sprechen?
]]>sagt das LG Karlsruhe (link )
Da verschlägt es einem glatt die Sprache.
update: ich war zu faul, aber im Heiseforum hats einer durchgezogen:
auch das Landgericht Karlsruhe verlinkt mittelbar auf Wikileaks
und (2.update) es funktioniert
]]>Warum das nicht angebracht ist, schreibt Kristian Köhntopp
]]>